Coworking Spaces

Durch die langjährige Zusammenarbeit mit SOHO China wurde anySCALE mit der Gestaltung von 3Q, der Coworking-Marke des Auftraggebers, betraut. Ziel war es, Arbeitsumgebungen zu schaffen, die Offenheit, Leichtigkeit und Alltagstauglichkeit verbinden – und Nutzerinnen und Nutzer aus unterschiedlichen beruflichen Kontexten in einer bewusst informellen, zugleich klar strukturierten Atmosphäre zusammenführen.

anySCALE entwickelte hierfür ein ganzheitliches räumliches Konzept, das private Büros, Lounges, Küchen und gemeinschaftliche Bereiche umfasst. Eine zurückhaltende, gezielt eingesetzte Verspieltheit wurde Teil der architektonischen Sprache und prägt bis heute die Identität von 3Q.

Die konzeptionelle Grundlage entstand in frühen Gesprächen mit Zhang Xin, CEO von SOHO, die ihre Vorstellung der Marke mit drei Begriffen beschrieb: hip, warm und easy. Diese Haltung bildete den Ausgangspunkt für die Übersetzung in Raum, Materialität und Nutzung.

Offene Arbeits- und Sitzbereiche bei Danling 3Q mit innovativer Beleuchtung.


Systematisches Entwerfen


Um eine zügige und zugleich ambitionierte Umsetzung zu ermöglichen, überführte das Designteam die gestalterische Idee in ein klar strukturiertes, skalierbares System. Zentrale Elemente der 3Q-Identität – darunter Möblierung, Materialien, Wandgestaltung und Meetingraumtypen – wurden standardisiert und in einem modularen Framework zusammengeführt.

Unter der Leitung von Senior Designer Simon Berg entstand eine umfassende CI-Bibliothek, die direkt in die CAD-Planung integriert wurde. Anpassungen an unterschiedliche Standorte waren vorgesehen, ohne das übergeordnete System zu verlassen. Auf diese Weise ließen sich Konsistenz, Effizienz und Geschwindigkeit über eine Vielzahl von Projekten hinweg sicherstellen.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Ansatzes war das Meetingraumkonzept. Sechs klar definierte Themen mit jeweils eigener Farbwelt strukturierten die Räume. Jedes Thema verfügte über ein festgelegtes Set aus Wandgrafiken, Teppichen, Möbeln, Leuchten und Accessoires. Zahlreiche Elemente wurden speziell für 3Q entworfen und gefertigt.

„Um den Räumen eine unmittelbare Präsenz und Leichtigkeit zu verleihen, haben wir gezielt mit Wandgrafiken gearbeitet“, erläutert Andreas Thomczyk, Lead Designer. Aufgrund der engen Zeitfenster wurden diese eigens entworfen und lokal produziert. Auch die Möblierung folgte diesem Prinzip: maßgeschneidert, systemisch gedacht und effizient umsetzbar.

Das Ergebnis ist eine räumliche Identität, die Klarheit und Informalität miteinander verbindet – und sich flexibel über unterschiedliche Standorte hinweg skalieren lässt, ohne an Charakter zu verlieren.

Büros im Fuxing Plaza 3Q, die sich zum Hauptlounge- und Küchenbereich öffnen.